BIOGRAFIE
David Burkhard, 1997 in Zürich geboren, ist ein vielseitiger schweizerisch-italienischer Musiker. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er in jungen Jahren bei Raphaël Colin am Konservatorium von Neuchâtel, wo er viele Jahre später auch seine Leidenschaft für den Gesang entdeckte.
Nach dem Abitur, entschlossen, seinen musikalischen Weg fortzusetzen, zog er nach Genf. Dort studierte er an der Haute École de Musique Klavier bei Fabrizio Chiovetta und parallel dazu Musikwissenschaft an der Universität Genf. Nach seinem Bachelor-Abschluss in beiden Fächern konzentrierte er sich auf ein Masterstudium der Musikwissenschaft, das er 2021 mit einer Forschungsarbeit über die Entwicklung der Klaviervirtuosität im 19. Jahrhundert abschloss.
Parallel zu seinem akademischen Werdegang erwarb er zwei außerberufliche Studienzertifikate im Fach Gesang – mit Auszeichnung – am Conservatoire de musique de Neuchâtel sowie am Conservatoire populaire de musique, danse et théâtre de Genève, wo er von Monique Varetz-Andréoni und Jean-Luc Drompt unterrichtet wurde. Anschließend vertiefte er seine Kenntnisse bei Rachel Bersier und besuchte Meisterkurse bei verschiedenen Dozenten. Während seines gesamten Studiums lotet David sein Potenzial aus, mit dem einzigen Ziel, seine Musik mit anderen zu teilen.
Er wirkte in mehreren Operetten- und Komödienopern-Produktionen mit den Genfer Ensembles „À trois temps“ und „Esperluette“ mit. Dabei sang er unter anderem die Titelrolle in A. Honeggers „Les Aventures du Roi Pausole“ und die Rolle des Lopez in A. Grétrys „L’Amant jaloux“.
Im Anschluss an diese Erfahrungen gab er sein professionelles Debüt am Stadttheater Bern im Soldatenchor von G. Rossinis „Guillaume Tell“ und wirkte bei verschiedenen Vokalensembles mit. Bei einem Wettbewerb in Frankreich lernte er Yves Senn kennen, der ihm die Möglichkeit bot, seine schauspielerischen Fähigkeiten in den Workshops der Truppe Avant-Scène in Neuchâtel zu verfeinern.
Mit diesen zusätzlichen Fertigkeiten trat er dem Chor der Opéra de Lausanne bei, wo er seit 2024 regelmäßig auftritt. Im selben Jahr sang er die Rolle des Peter in einer gekürzten Fassung von E. Humperdincks „Hänsel und Gretel“ mit der International Singing Academy in Genf sowie die Rolle des Leporello in W. A. Mozarts „Don Giovanni“ mit der Avant-Scène.
Durch seine Begegnung mit Yves Senn traf David auch Christine Masserey, eine Coachin und Pianistin. Mit ihr arbeitet er an seiner mentalen Vorbereitung und bildet nun ein Duo, das regelmäßig in Schweizer Altersheimen auftritt, um die Senioren klassischer Musik zu erfreuen.
In der vergangenen Saison trat er regelmäßig mit Vokalensembles und als Solist auf. Besondere Höhepunkte waren das Weihnachtsoratorium von C. Saint-Saëns mit dem Chor La Villanelle aus Évian-les-Bains unter der Leitung von Margot Boitard sowie die Verkörperung der Rolle des Jesus in Bachs „Johannespassion“ mit dem Chœur de Colombier unter der Leitung von Yves Senn.
In der Spielzeit 2025–2026 kehrt er für zwei Produktionen (J. Massenets „Don Quichotte“ und G. Verdis „Rigoletto“) an die Opéra de Lausanne zurück. Zudem wird er die Rolle des Don Alvaro in „Il viaggio a Reims“ mit der Avant-Scène unter der Leitung von John Richter verkörpern und in Konzerten mit verschiedenen Ensembles auftreten, darunter auch mit der Capella Lemanica.